Eisklettern: Eisklettern im Pays des Écrins
Mikroabenteuer Eisklettern: Schritt für Schritt auf dem Eis vorankommen
Wir hatten schon seit geraumer Zeit mit Camille und Étienne darüber gesprochen: Wir wollten einen Eiskletterkurs machen. Diesmal ist es endlich soweit – wir wagen den Schritt und kommen mitten im Januar ins Pays des Écrins. Wir stürzen uns ins Abenteuer Eisklettern!
Wenn Camille uns eine ganze Reihe gruseliger Abenteuer verspricht!
Camille hat die Sache selbst in die Hand genommen und sich auf die Suche nach Informationen gemacht. Bequem in einem Sessel vor dem Kamin sitzend, mit einer Decke auf dem Schoß, überkommt sie plötzlich ein Schauer, als sie sieht, was sie im Internet entdeckt. Vor ihren Augen liegt das verlockende Programm einer viertägigen Veranstaltung namens„Ice Climbing Écrins – Have a ice day“, die jedes Jahr in L’Argentière-La Bessée in den Hautes-Alpes stattfindet. Ohne lange zu zögern meldet sie sich bei uns und hat keinerlei Schwierigkeiten, uns davon zu überzeugen, sie bei ihren eisigen Abenteuern zu begleiten. Kaum haben wir Daunenjacken, Fäustlinge und warme Schuhe hervorgeholt, sind wir schon bereit, die schönsten Eisfälle zu bezwingen! Nun ja, fast jedenfalls, denn wir werden feststellen, dass es einer guten Portion Technik bedarf.

Eisklettern: Eine Sache von Steigeisen, Eispickeln und Spaß
Kaum aus dem Zug in L’Argentière-La Bessée ausgestiegen, stellen wir unser Gepäck in unserer Unterkunft ab und machen uns auf den Weg, um die nötige Ausrüstung auszuleihen. Nach der unverzichtbaren Sicherheitseinweisung begeben wir uns zur Eröffnungsfeier. Die Stimmung stimmt, das Eis ist schnell gebrochen. Das gefällt uns super!
Zweiter Tag: Jetzt geht es richtig los mit unserer ersten Einführung ins Eisklettern. Ich gebe zu, dass ich im Shuttlebus, der uns zum Kurs bringt, ein wenig nervös bin. Camille und Étienne quatschen ununterbrochen und lachen albern herum – ein Zeichen dafür, dass auch sie nervös sind. Aber das würden sie niemals zugeben. Dank unserer beiden tollen Guides schlüpfen wir mühelos in die Rolle von Kletteranfängern.
Wir sind ganz begeistert von unseren ersten Schritten mit Steigeisen auf dem Eis und unseren ersten Schlägen mit dem Eispickel. Auch wenn es kalt ist, ist die Stimmung so unglaublich, dass wir das gar nicht bemerken. Das Element Eis ist faszinierend: Es schimmert in bläulichen Farbtönen, glänzt in tausend Farben und zeigt sich mal glatt, mal scharfkantig. Ein wahrer Genuss! Und ehrlich gesagt überzeugt uns diese erste Erfahrung alle drei davon, dass Eisklettern gar nicht so unzugänglich ist … vorausgesetzt, man hat eine erstklassige Betreuung.
Der Rest des Aufenthalts vergeht wie im Flug. Wir setzen unsere Einführung ins Eisklettern fort und probieren Dry-Tooling aus. Camille und ich entdecken das Skitourengehen, während Étienne mit Schneeschuhen an den Füßen den Trapper spielt. Auch unsere Abende sind gut ausgefüllt – mit Konzerten, Filmen und Diskussionen. Nur eines bedauere ich: dass ich keine Zeit habe, am Eistanz-Workshop teilzunehmen. Mit den Elementen zu tanzen – davon träume ich!
Vier Tage wie aus einer anderen Zeit gehen zu Ende. Die Tage sind wie im Flug vergangen, voller Freude. Es ist bereits Zeit, den Heimweg anzutreten, den Kopf voller herrlich kühler Erinnerungen und ein Lächeln auf den Lippen.
Einmal Eisklettern – und für immer ein Fan von Eisklettern
Im Zug auf der Rückfahrt sind wir uns alle drei einig. Wir müssen unbedingt so weitermachen und noch vor Ende des Winters einen Eiskletterkurs finden. Mehrere lokale Anbieter bieten solche Kurse während der gesamten Saison an. Einige davon haben wir während unseres Aufenthalts im Pays des Écrins kennengelernt. Wir müssen noch unsere Terminkalender abstimmen, aber eines ist sicher: Wir werden in ein paar Wochen wieder in diese Region der Hautes-Alpes zurückkehren, die uns so gut gefallen hat.

„Ich freue mich schon darauf, wieder aufs Eis zu gehen und die unvergleichlichen Empfindungen zu erleben, die es mir beschert hat.“




